Glück AUF !

Erleben Sie Industriegeschichte zum Staunen und Anfassen. Bergbau- und Hüttengeschichte des Mansfelder Landes, bewahrt in der Erlebniswelt Kupfer auf dem Schmid Schacht Helbra.

Schmid Schacht

Helbra


Der Schmid-Schacht gehört mit zu den bedeutenden Schachtanlagen des historischen Kupferschieferbergbaus in der Mansfelder Mulde und steht eng in Verbindung mit dem Froschmühlen- und Schlüsselstollen.

Als Förderschacht wurde er von 1844 bis 1846 mit einem Querschnitt von 2,50 X 4,40 m bis zur Endteufe von 184 m aufgefahren. Damit erreichte er damals in Helbraer Raum das Niveau des Schlüsselstollen und galt um 1850 als tiefster Schacht.

Der Einbau einer Dampfmaschine zur Wasserhebung erfolgte 1846/49. Die Dampfmaschine wurde vom Bücklingschacht umgesetzt. Der Pumpenantrieb zwischen über Tage stehender Dampfmaschine und unter Tage eingebauter Pumpe erfolgte über Pumpengestänge. Damit wurden seit 1851 auch Fahrkünste für die Belegschaft angetrieben,die die (Leitern)-Fahrkunst ersetzte.

Mit der Auffahrung der benachbarten Ernst-Schächte erfolgte 1864 die Einstellung der Förderung und die Umrüstung zum Wasserhaltungsschacht. 1880 wurde in der Nachbarschaft des Schmid Schachtes die Kochhütte in Betrieb genommen.


Im Jahr 1908 bekam Schacht eine elektrische Fördermaschine. Bis zur Einstellung des Rohhüttenbetriebes 1990 diente der Schmid Schacht der  Brauch- und Trinkwasserversorgung. Danach, bis zu seiner Verwahrung (entgegen aller Experten-meinungen), wurde er als Fahr- und Kontrollschacht sowie für die Bewetterung des Schlüsselstollen genutzt.

Das Wasserproblem im Bergbau

Je tiefer die Schächte wurden, um so größer wurde das Problem des eindringenden Wassers. Auch im Mansfelder Bergbau machte das zunehmende Grubenwasser oft sehr große Schwierigkeiten.

Im Mittelalter wurde das Problem der eindringenden Wasser durch Stollensysteme gelöste. Ende des 17. Jhdts. entstand der 1858 fertig gestellte Froschmühlenstollen von Klostermansfeld über Wimmelburg bis fast zum Süßen See (13,6 km). Der Schlüsselstollen (zwischen 1809 und 1879 unter Nutzung älterer Stollen aufgefahren) von Wimmelburg über Helbra und Hettstedt bis fast zur Saale ist noch heute mit 32,3 km einer der längsten Entwässerungsstollen Europas. Er führt noch heute stark salzhaltiges Wasser (ca. 20 m³ pro Minute).

 

Mansfelder Bergbau

Vom  urkundlich  gesicherten  Beginn  des  Abbaus  von  Kupferschiefer um 1200 bis zu seiner Einstellung im Jahr 1990 wurden etwa 109 Mill. t Erz mit  2,6 Mill. t Kupfer und  14.200 t Silber gefördert  wurden.  Das  entspricht  einem  durchschnittlichen  Kupfergehalt  von  fast  24  kg  Kupfer  pro  Tonne  Erz.  Es  ist  besonders  bemerkenswert,  dass  die  in  Mansfeld gewonnene Menge Silber die in den traditionellen Gewinnungsgebieten Harz und Erzgebirge geförderte Silbermenge deutlich übertrifft.

 

Öffnungszeiten

Öffnungszeitenregelung 2020:

 

Dank Corona haben auch wir nur eingeschränkt geöffnet. Ab 01.10.2020 ist ein Besuch nur noch auf Anfrage möglich.

 

Selbstverständlich sind wir bemüht individuell angefragte Termine zu realisieren.

 

Nutzen sie dazu bitte unsere Mailadresse: schacht@erlebnisweltkupfer.de


Wegen der Corona Pandemie bitten wir im Innenbereich um das Tragen von entsprechenden Masken, im Außenbereich bitte 1,5 m Mindestabstand wahren, unsere Toiletten bleiben aus hygienischen Gründen geschlossen.

Änderungen vorbehalten!

Angebote

Zu den regelmäßig oder gebuchten Öffnungsterminen werden alle Anschauungsobjekte im Rahmen einer Führung anschaulich erklärt. Im Rahmen unserer Kinder- und Jugendarbeit haben wir durch unser Projektteam Günther Tröge und Detlef Schulze zahlreiche Möglichkeiten entwickelt, Kinder/Jugendgerecht die Mansfelder Berg- und Hüttengeschichte zu erklären.

Nutzer der Projektangebote:


  • Lutherstadt Eisleben: Schulhorte der Grundschulen: Torgartenschule, GS "Am Schloßplatz", GS "Geschwister Scholl"
  • Helbra: Schulhort GS Helbra, Kita "Hüttenknirpse" Helbra, Kinderhaus Helbra,
  • Klostermansfeld: Kita "Wirbelwind"
  • Benndorf: Sekundarschule Benndorf, Vorschulkinder Kita "Pusteblume"
  • Siersleben: Hort Siersleben
  • Hettstedt: Hort GS "Novalis"
  • Ahlsdorf: Erholungs-und Bildungsstätte Dippelsbachgrund
  • Halle/Saale: Grundschule Kröllwitz
  • Belleben: Hans Klein Privatschule Belleben


Weitergehende Informationen erhalten Sie direkt auf der Homepage von Günther Tröge: www.helbraerleben.de

Durch die touristische Vernetzung unser regionalen historischen Industrieobjekte:
Besucherbergwerk Wettelrode, Erlebniswelt Kupfer Schmid Schacht, Bergwerksbahn
und Mansfeld Museum, können wir für Besuchergruppen auch individuelle
Tagesprogramme inklusive Bergmannsschmaus zusammenstellen.

Wenige Minuten vom Schmid Schacht entfernt befindet sich das vom ehemaligen Heimatverein

errichtete  - Lapidarium (Gesteinsgarten).


Diesen einmaligen Gesteinsgarten können Sie gern auf Anfrage und Terminabsprache besuchen.

 

 

Download
Lapidarium (Gesteinsgarten)
Lapidarium web 2020.pdf
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Ausstellungen

KOchhütte (August-Bebel-Hütte)

Die Kochhütte (August-Bebel-Hütte), von 1880 bis 1990 in Betrieb, war die größte Rohhütte seiner Zeit. Mansfelder Kupfer genoss durch seine einzigartige Qualität Weltruf. In der Zeit der größten Schmelzleistung in den 1970er Jahren waren 10 Schmelzöfen in Betrieb. Von Anfang an wurde die Hütte ständig modernisiert, so dass die Leistung von ca. 150.000 t/Jahr bis auf 1,2 Millionen t/Jahr gesteigert werden konnte.

Heute ist der aus originalen Teilen wiederaufgebaute
Ofen 10 der Hütte mit verschiedenen Zusatzkomponenten zu besichtigen. Damit ist es möglich, den Schmelzprozess sehr anschaulich darzustellen.

Schmid Schacht

Der Schmid-Schacht gehört mit zu den bedeutenden Schachtanlagen des historischen Kupferschieferbergbaus in der Mansfelder Mulde und steht eng in Verbindung mit dem Froschmühlen- und Schlüsselstollen.

Als Förderschacht wurde er von 1844 bis 1846 mit einem Querschnitt von 2,50 X 4,40 m bis zur Endteufe von 184 m aufgefahren.

Heute noch voll erhalten und zu besichtigen die gesamte Übertage-Anlage des Schachtes.


Aktuelles


Kamerad Martin

Da das Denkmal der Mansfelder Bergleute, der Kamerad Martin, sich in einem desolaten Zustand befindet, initiierte der Förderverein Schmid Schacht im Frühjahr 2020 eine Spendenaktion. Über die zahlreichen Spenden möchten wir uns hiermit recht herzlich bedanken. Da laut Denkmal-behörde für die Restaurierung ca. 15.000 € benötigt werden,
ist das Spendenkonto weiterhin geöffnet.
Spenden sind gerne gesehen:

 

Spendenkonto Sparkasse Mansfeld Südharz

IBAN: DE 17 8005 5008 0601 004710

BIC:    NOLADE21 EIL
Kennwort: Kamerad Martin

Ausstellungsbau

Um das Vereinsgelände um den Schmid Schacht atraktiver zu gestalten, sind die Vereinsmitglieder ständig bemüht neue oder überarbeitete Ausstellungen zu präsentieren.

Auch hier gilt, Spenden sind gern gesehen und Helfen enorm.

 

Spendenkonto Sparkasse Mansfeld Südharz

IBAN: DE 17 8005 5008 0601 004710

BIC:    NOLADE21 EIL


Kennwort: Schmid Schacht


Termine 2020

  • 04.12.2020 - Barbara-Feier auf dem Schmid Schacht ab 18.00 Uhr (wegen Corona kann der Termin entfallen)
  • 12./13.12.2020 Der geplante Weihnachtsmarkt Helbra fällt wegen Corona leider aus.
  • Individuelle Besuchstermine realisieren wir bei rechzeitiger Anmeldung gern

Unsere Projekte

seit 2013

Wiederaufbau Original Kupferschmelzofen der
Rohhütte Helbra.

2017  

Die Restaurierung des Fördergerüstes Schmid Schacht war mehr als Notwendig. Teilwiese wurden Geländer nur noch von Farbe gehalten.


Geschichte über den Kupferschieferbergbau

Der Abbau von Kupferschiefer und dessen Verarbeitung zu Kupfer ist im Mansfelder Raum bereits seit 1200 belegt. Bis zum dreisigjährigem Krieg entwickelte er sich auch stetig weiter. Nach dem durch den dreisigjährigem Krieg verursachten Stillstand, begannen sich im 17. Jahrhundert die meist kleinen Bergwerke und Hüttenbetriebe der Mansfelder Mulde zu Gewerkschaften zusammen zu schliesen.
Durch die Erfindung der Dampfmaschine und die damit seit dem
19. Jahrhundert verbundene Industriealisierung wuchs der Mansfelder Bergbau stetig und entwicklete sich zu einem seh bedeutenden Industriezweig in Deutschland.

Kontakt und Anfahrt

Kontakt

Ansprechpartner:

Harald Henke

Mail:

schacht@erlebnisweltkupfer.de

Telefon:  

+49 (0) 151 74364177

Adresse

Ausstellung und Museumsobjekt:

Förderverein Schmid-Schacht Helbra e.V.

An der Hütte 2
06311 Helbra


Postanschrift und Ansprechpartner:
Harald Henke
Kiefernweg 11
06311 Helbra

www.erlebnisweltkupfer.de